Badsanierung: Kosten und Ablauf 2026 — realistisch geplant
Die komplette Badsanierung kostet 2026 zwischen 800 und 3.500 Euro pro Quadratmeter — für ein typisches 8-Quadratmeter-Bad also grob 6.500 bis 28.000 Euro. Die enorme Spanne erklärt sich durch Ausstattung und Umfang: Werden nur Fliesen und Sanitärobjekte erneuert, bleibt es am unteren Ende; wandert die Dusche an eine andere Wand und werden Leitungen neu verlegt, geht es nach oben.
Der Ablauf folgt fast immer demselben Muster: Erst die Demontage (alte Fliesen, Wanne, WC, Waschbecken raus), dann die Rohinstallation von Wasser- und Elektroleitungen, anschließend Untergrundvorbereitung und — im Nassbereich zwingend — die professionelle Abdichtung. Es folgen die Fliesenarbeiten, die Endmontage der Sanitärobjekte und zum Schluss Silikonfugen und Feinarbeiten. Für ein normales Bad sind zwei bis vier Wochen Bauzeit realistisch; das Bad ist in dieser Zeit nicht benutzbar.
Die Fliesenarbeiten sind dabei ein zentraler Kostenblock: Die Verlegung im Bad kostet 40 bis 90 Euro pro Quadratmeter Arbeitslohn, dazu kommen Untergrund und Abdichtung mit 20 bis 50 Euro sowie Verbrauchsmaterial mit 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter. Wer Wand- und Bodenflächen zusammenrechnet, kommt in einem 8-Quadratmeter-Bad schnell auf 25 bis 35 Quadratmeter Fliesenfläche — mehr, als viele erwarten.
Die Gewerke-Koordination entscheidet über Termin und Nerven: Sanitär, Elektrik, Fliesen und gegebenenfalls Trockenbau müssen ineinandergreifen. Sie haben zwei Wege — ein Generalunternehmer beziehungsweise Badsanierer aus einer Hand (bequemer, ein Ansprechpartner, meist etwas teurer) oder die Eigenkoordination einzelner Gewerke (günstiger, aber Sie tragen das Schnittstellenrisiko: Wartezeiten zwischen Gewerken sind der Klassiker).
Bei der Budgetplanung hilft die Drittel-Faustregel als Startpunkt: grob ein Drittel Sanitärobjekte und Armaturen, ein Drittel Fliesen und Abdichtung, ein Drittel übrige Gewerke und Nebenkosten. Und planen Sie eine Reserve von 10 bis 15 Prozent ein — hinter alten Fliesen kommen in Altbauten regelmäßig Überraschungen zum Vorschein, von maroden Leitungen bis zu feuchtem Mauerwerk.
Ein Hinweis zum Sparen mit System: Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen (20 Prozent des Lohns, bis 1.200 Euro pro Jahr) wirkt bei einer Sanierung, die sich über den Jahreswechsel streckt, unter Umständen doppelt. Und wer ohnehin saniert, sollte Barrierefreiheit gleich mitdenken — dazu mehr in unserem eigenen Beitrag.
Badsanierer und Fliesenleger, die Komplettprojekte übernehmen, finden Sie mit echten Kundenbewertungen in unserem Verzeichnis für 20 deutsche Städte.
Häufige Fragen
Zwischen 800 und 3.500 Euro pro Quadratmeter — ein typisches 8-m²-Bad liegt also grob bei 6.500 bis 28.000 Euro, je nach Ausstattung und ob Leitungen neu verlegt werden.
Für ein normales Bad sind zwei bis vier Wochen realistisch — von Demontage über Rohinstallation, Abdichtung und Fliesenarbeiten bis zur Endmontage. Das Bad ist währenddessen nicht benutzbar.
Der Badsanierer aus einer Hand kostet meist etwas mehr, übernimmt aber die Koordination von Sanitär, Elektrik und Fliesen. Bei Eigenkoordination sparen Sie, tragen aber das Risiko von Wartezeiten zwischen den Gewerken.
10 bis 15 Prozent des Budgets. Besonders im Altbau kommen hinter alten Fliesen häufig Überraschungen zum Vorschein — marode Leitungen oder feuchtes Mauerwerk.
